Teamwork ohne Chef – So läuft Selbstorganisation!

Chef Ahoi!

Tobias und Andrea sind weg. Also nicht aus der Welt, aber weit genug, dass deren Zeitzone eher zu den Frühstückszeiten der grünen Meerkatze passt als zu unserem Daily StandUp. Während sie irgendwo zwischen karibischen Märkten, WLAN-Aussetzern und wohlverdienten Kokoswasser Urlaub machen, läuft bei uns der Laden: ganz ohne Chef. Das erstaunliche daran? Es funktioniert.

Die Kaffeemaschine läuft, das Team-Board ist gepflegt und keiner rennt panisch durchs Büro. Stattdessen klackern die Tastaturen im vertrauten Rhythmus unseres Teamworks. Vielleicht liegt darin das Geheimnis guter Selbstorganisation – gepaart mit einer großen Portion Vertrauen.

Wer führt, wenn keiner da ist?

Bevor Tobias und Andrea sich auf die große Reise machten, wurden vorausschauend drei Hauptverantwortliche benannt. Diese klare Rollenverteilung sorgt dafür, dass Entscheidungen auch in seiner Abwesenheit getroffen werden können und jeder weiß, wen er bei welcher Katastrophe als erstes ins Boot holt.

Natürlich gibt es Momente, in denen wir kurz innehalten und überlegen, ob Tobias es auch so machen würde. Die Wahrheit in diesen Momenten ist häufig aber auch, dass wir keine Ahnung haben, es aber trotzdem machen. Und meistens klappt´s. Vertrauen in die klar verteilten Rollen und das eigene Team ersetzt die Chefentscheidung bestmöglich. Selbstorganisation wird so nicht nur zum Konzept, sondern zur gelebten Praxis im Team.

Team-Board und Cappuccino

Selbstorganisation klingt manchmal nach trockener Theorie, aber in Wirklichkeit duftet sie nach frischem Kaffee, wenn man sich darauf einlässt. Sie zeigt sich in den kleinen Dingen. Tickets werden übernommen, weil jemand es gesehen hat. Deadlines werden nicht zur Bedrohung, sondern zur gemeinsamen Mission. André´s leidenschaftlich supportetes Scrum with Kanban hilft uns dabei, den Überblick zu behalten. Am Ende ist es aber nicht das Board, das uns organisiert – es sind wir selbst. Wir spüren, wann ein Thema hängt, wann jemand Luft braucht oder wann eine spontane Mini-Retrospektive Wunder wirkt. Kein Tool der Welt ersetzt dieses feine Gespür, das entsteht, wenn Vertrauen wächst und jeder seine Rolle kennt.

Teamgeist ohne Aufsichtspflicht

Wie arbeitet ein Team, wenn die Chefetage mehrere Flugstunden entfernt durch eine völlig neue Welt voller bunter Eindrücke flaniert? Wir haben das Experiment gewagt und festgestellt, dass es auch mal ganz angenehm ist. Nicht dass uns sonst ständig einer über die Schulter schauen würde, aber ohne Kapitän an Board ist es doch nochmal ein bisschen anders. Vielleicht ist das Vertrauen in uns ansteckend. Einmal gesät, breitet es sich aus wie der Duft nach Sommerregen.

Selbstorganisation bedeutet nicht Chaos. Sie ist kein „Jeder macht, was er will“, sondern ein „Wir kennen unser Ziel, und erreichen es nur, wenn wir uns aufeinander verlassen können“. Das braucht Disziplin… und Gelassenheit und Kommunikation. Vertrauen heißt eben auch, Fehler zuzulassen und immer im Gespräch zu bleiben.

Fazit: Vertrauen ist unser Nebelhorn

Während Tobias und Andrea irgendwo am Strand im Sonnenuntergang spazieren gehen und an uns denken (oder doch eher an den nächsten Drink serviert in einer Kokosnuss!?), liegen wir bereits in unseren Betten und sind stolz auf uns. Auch wenn unser einziges Inselhopping im Consulting-Büro stattfindet, wo Wissen in Wellen von Antigua nach Bali gespült wird, reiten wir unsere Alltags-Welle – selbstorganisiert, verlässlich und erstaunlich entspannt.

Vertrauen ist kein Soft Skill, sondern das Fundament, auf dem wir stehen. Klare Zuständigkeiten entsprechend der persönlichen Kompetenzen helfen uns während der Korch´schen Abwesenheit dabei, dass jeder weiß, woran er ist, und viele Entscheidungen nicht warten müssen. Gute Teams entstehen da, wo Kontrolle aufhört, und Verantwortung beginnt. Vielleicht ist das die eigentliche Kunst moderner Teamarbeit: Zu wissen, dass man auch ohne Chef performen kann.

Am Ende zeigt sich, dass ein gutes Team funktioniert, weil alle gemeinsam in Bewegung bleiben. Ab Mitte November ziehen Tobias und Andrea ihren Kaffee wieder in der heimischen Kombüse, wo Vertrauen duftet, Teamwork wächst und Selbstorganisation dampft. Auch wenn wir allein gut zurechtkommen und Tobias und Andrea ihren Urlaub von Herzen gönnen, freuen wir uns doch vor allem auch persönlich sehr, wenn sie wieder auf unserer Gangway unterwegs sind.

BK